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Am 17. September 2011 war es wieder einmal soweit. Unsere alljährliche Ausfahrt stand an. Wir trafen uns um 7 Uhr am Gerätehaus. Diesmal verschlug es uns in die zirka 150 km und etwa 2,5 Stunden entfernte Sächsische Schweiz zur Bastei. Als Transportmittel stand uns wieder ein schöner Reisebus der Firma Regio-Bus-Nentwich zur Verfügung. |
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Für den guten Service an Bord und die Verpflegung mit Würstchen und Getränken sorgte unser Kamerad Peter Schlosser. |
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An der Bastei angekommen, ging es ein paar 100 Meter zu Fuß. Dann hatten wir dort die Möglichkeit 2 Stunden einen Ausflug selbst zu gestalten und die herrliche Landschaft bei bestem Wetter zu besichtigen. |
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Die Bastei liegt 305 m ü.NN und ist eine Felsformation mit Aussichtsplattformen in die Sächsische Schweiz auf dem rechten Ufer der Elbe zwischen Rathen und Wehlen. Von der Bastei fällt das schmale Felsriff über 194 m steil zur Elbe ab. 1592 wird der Fels erstmals durch Matthias Oeder im Zuge der Ersten Kursächischen Landesaufnahme als "Pastey" erwähnt. |
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Unter dem Name "Basteibrücke" entstand 1826 eine erst hölzerne, über die tiefen Klüfte der "Mardertelle" gebaute Brücke, welche die Bastei vom vorgelagerten Felsriff mit den Felsen "Steinschleuder" und "Neurathener Felsentor" verband. 1851 wurden diese Holzbrücke wegen des stetig steigenden Besucherverkehrs durch die noch heute bestehende sandsteinerne Brücke ersetzt. Sie hat eine Länge von 76,5 m und überspannt mit sieben Bögen eine 40 m tiefe Schlucht, die „Mardertelle“ genannt wird. |
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Von der Bastei erreicht man über die Basteibrücke zudem die Felsenburg Neurathen, die größte Felsenburg der Sächsischen Schweiz. Die Reste der Burg, etwa Balkenfalze und aus dem Fels gehauene Räume, eine Zisterne und aufgefundene Steinkugeln mittelalterlicher Steinschleudern bzw. Katapulte können auf einem eigenen Rundgang besichtigt werden. |
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Bevor es nach diesen beeindruckenden Bildern zurück zum Bus ging, nutzten einige noch kurz die Zeit zu einer kleinen Rast bei einem kühlen Getränk. |
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Und nach einer weiteren Stunde Busfahrt konnten wir am Fuße der Festung Königstein halt machen. Von 13 Uhr bis 17 Uhr hatten wir wieder die Möglichkeit zur freien Zeitgestaltung. Es bildeten sich kleinere Gruppen, welche die verschiedensten Aktivitäten durchführten. So zum Beispiel Besichtigungsrundgänge durch das Festungsgelände, Besuche von verschiedenen gastronomischen Einrichtungen und so weiter. Andere informierten sich bei einem Rundgang und Museumsbesuche über die geschichtlichen Hintergründe dieser gigantischen Festungsanlage. |
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Die Festung Königstein ist eine der größten Bergfestungen in Europa und liegt inmitten des Elbsandsteingebirges auf dem gleichnamigen Tafelberg oberhalb des Ortes Königstein am linken Ufer der Elbe im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. |
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Das 9,5 Hektar große Felsplateau erhebt sich 240 Meter über die Elbe und zeugt mit über 50 teilweise 400 Jahre alten Bauten vom militärischen und zivilen Leben auf der Festung. Der Wallgang der Festung ist 1.800 Meter lang und hat bis zu 42 Meter hohe Mauern und Sandstein-Steilwände. Im Zentrum der Anlage befindet sich der mit 152,5 Meter tiefste Brunnen Sachsens und zweittiefste Brunnen Europas. |
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Wahrscheinlich gab es bereits im 12. Jahrhundert eine steinerne Burg auf dem Königstein. Das älteste heute noch existente Bauwerk ist die an der Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert errichtete Burgkapelle.Zwischen 1589 und 1591/97 ließen Kurfürst Christian I. von Sachsen und sein Nachfolger die Burg zur stärksten Festungsanlage Sachsens ausbauen.Die Festung spielte eine bedeutende Rolle in der Geschichte Sachsens, wenn auch weniger durch militärische Ereignisse. Die sächsischen Herzöge und Kurfürsten nutzten die Festung vor allem als sicheren Hort in Kriegszeiten, als Jagd- und Lustschloss aber auch als gefürchtetes Staatsgefängnis. |
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Die Festung wurde nie eingenommen, zu sehr hatte sie nach dem Ausbau durch Kurfürst Christian I. einen abschreckenden Ruf. Lediglich der Schornsteinfeger Sebastian Abratzky kletterte im Jahre 1848 die senkrechten Sandsteinmauern hoch. |
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Die Festung war bis 1922 das bekannteste Staatsgefängnis Sachsens. Während des Deutsch-Französischen Krieges und der beiden Weltkriege wurde die Festung auch als Kriegsgefangenenlager genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die Rote Armee die Festung als Lazarett. Von 1949 bis 1955 wurde sie als so genannter Jugendwerkhof zur Umerziehung straffälliger und nicht ins Bild der sozialistischen Gesellschaft passender Jugendlicher genutzt. |
Dies passiert, wenn man keine Fotoerlaubnis hat ... |
Seit dem 29. Mai 1955 ist die Festung ein militärhistorisches Freilichtmuseum von hohem touristischem Wert. Das Museum wird seit 1990 als Außenstelle des Militärhistorisches Museum der Bundeswehr in Dresden geführt. |
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In den Jahren 1967 bis 1970 wurde am Fuße des Zugangsweges ein für 42 Personen zugelassener Aufzug eingebaut. 2005 wurde an einer senkrechten Außenmauer der Festung ein zweiter Aufzug gebaut, der maximal 18 Passagiere in einer Panoramakabine eine Höhe von etwa 42 Meter überwinden lässt. |
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.... und da ist er wieder unser "Service-Peter" |
Gegen 17 Uhr trafen wir uns dann wieder am Bus und traten die Rückfahrt an. Kurz nach 19.30 Uhr wieder in Annaberg angekommen, war dieser erlebnisreiche und von vielen verschiedenen Eindrücken geprägter Tag beendet. |